Lust auf Menschlichkeit

Ein Projekt von Rainer Haak

Datum: 22.05.2018

 

Von Mensch zu Mensch

Rainer Haak

 

Eine Schande?

17.05.2007

"Obdachlose sind eine Schande für die Gesellschaft", entrüstet sich eine vornehme Dame bei uns vor dem Supermarkt. Sie geht schnell weiter, als hätte sie Angst, sich bei der Gruppe anzustecken, in der gerade eine Flasche kreist. Obdachlose, eine Schande? Das sehe ich anders. Eine Schande ist es, wenn "anständige Bürger" sie wie Aussätzige behandeln und als minderwertig betrachten. Wer weiß schon, warum sie auf der Straße leben! Wer kennt ihre Geschichten? Die wahren Geschichten, die romantischen, die grausamen und die erdachten Geschichten. Die Obdachlosen vor dem Supermarkt sind Teil unserer Gesellschaft, wie die Handwerker, die Lehrerin mit ihrem Einkaufswagen und die Verkäuferin an der Kasse. Obdachlos. Lasst sie nicht verhungern oder erfrieren! Verachtet sie nicht! Aber beglückt sie nicht nach euren bürgerlichen Maßstäben. Nehmt ihnen nicht die letzte Würde. Und gebt ihnen eine echte Chance, wenn sie wirklich zurück wollen!



Am 11. Dezember 2007 schrieb dazu Manuela(18):

Was die Frau gesagt hat finde ich echt traurig, wie viele geraten in ein Loch und finden keinen Ausweg mehr, auch hier in der Schweiz gibt es das! Aber warum soll man sich schämen für diese armen Menschen. Ich schäme mich, dass das so eine vornehme Frau sagt. Ich würde lieber den armen Mann trösten als so eine Frau...



Am 7. Mai 2009 schrieb Gabriele Roth:

Wer weiß, ob nicht auch sie einmal in eine Situation kommt, in der sie dankbar für ein verständnisvolles, freundliches Wort und eine helfende Hand wäre... Vor dem Herrgott sind wir alle gleich.

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Weitere Eintragungen in der Übersicht

 

 

 

Tagebuch

 

 

16.06.2010

Soeben erschienen ist die neue Ausgabe von "Mensch & Natur heute". Darin ist auch ein Bericht über Gustav Diesterhöft zu finden. Er gab sein ganzes Trinkgeld aus dem Verkauf der Obdachlosenzeitschrift, damit Bäume gepflanzt werden können, um für die nächsten Generationen sauberes Trinkwasser zu haben. Der Artikel befindet sich auch auf der Homepage von der Straßenzeitung "Hinz & Kunzt".
Weitere Informationen:
www.hinzundkunzt.de/?p=6871

 

28.02.2010

Immer wieder gibt es Menschen, die sich durch die vielen Beispiele der Menschlichkeit anstecken lassen. Zum Beispiel schrieb Thorsten Dasbach heute: "Meine Hochachtung und meinen Respekt verdienen sich alle Menschen, die es fertigbringen sich selbstlos für andere einzusetzen und das gerade wenn eigene Probleme hinzukommen. Ich werde mir daran ein Vorbild nehmen."

 

17.12.2009

Soeben erschienen ist die neuste Ausgabe von "Mensch & Natur" Winter 2010. Darin findet sich u.a. ein Artikel über die Vesperkirche in Pforzheim. Dort und in weiteren 17 Kirchen werden in den kältesten Wochen Obdachlose und sozial Schwache täglich verpflegt, sie erleben Anerkennung und Gemeinschaft.
Weitere Informationen:
www.pforzheimervesperkirche.de

 

11.12.2009

Im neuen "epd Sozial Newsletter" wird von Erfahrungen der Bahnhofsmissionen berichtet, dass immer mehr junge Erwachsene, aber auch Kinder und Jugendliche bei ihnen Zuflucht suchen. Sie "hätten die Bahnhofsmissionen als Schutzraum entdeckt, wo sie sich ohne Konsumzwang aufhalten können und jemand für sie Zeit hat." (Mehr unter "Projekte")

 

12.10.2009

Vergangene Woche hielt ich Vorträge zum Thema Freiwillig und Ehrenamt in Wetzlar und Viersen, in dieser Woche folgen Berlin und am Sonntag Stade. Immer wieder freue ich mich über die Begegnungen mit Menschen, die sich für andere engagieren.

 

30.08.2009

Bei einer tollen Dankeschön-Veranstaltung für Ehrenamtliche durften wir heute dabei sein. Die Gemeinde Ganderkesee (bei Bremen) hatte uns dazu eingeladen. (Mehr unter "Dies und Das")

 

10.08.2009

Jetzt ist es warm in unseren Breitengraden. Auch die Obdachlosen draußen auf den Straßen freuen sich über diese Zeit. Aber der nächste Winter kommt bestimmt. Dann sind die Kältebusse (z.B. in Hamburg und Berlin) wieder unterwegs, um abends und nachts für diejenigen zu sorgen, die draußen schlafen.

In Berlin gibt es ein interessantes Kältebus Tagebuch. Interessiert? Schauen Sie mal hinein!
Weitere Informationen:
www.berliner-stadtmission.de

 

15.07.2009

"Weltbeweger" - so heißt eine neue Internetplattform, an der sich alle beteiligen können, die an verantwortlicher Stelle ehrenamtlich engagiert sind und etwas in unserem Land bewegen wollen.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Erfahrungen auszutauschen und von bestehenden Projekten zu lernen.

"Weltbeweger" arbeitet ohne Werbung. Die Teilnahme am Netzwerk ist kostenlos. Betrieben wird die Seite von der unabhängigen, gemeinnützigen und überparteilichen Stiftung Bürgermut.
Weitere Informationen:
www.weltbeweger.net

 

15.06.2009

Er kann Herzen öffnen, so heißt es in dem Bericht über Jonas in der Rubrik "Von Mensch zu Mensch" (s. 17.8.2008)

Soeben ist seine  ausführliche Geschichte in der Zeitschrift "Mensch und Natur heute" erschienen. Sie ist von Juni bis August im Zeitschriftenhandel erhältlich.

 

04.06.2009

Nguyen Phong Dien kam 1968 als  Kind nach Deutschland. Er war von einem Granatsplitter getroffen, querschnittgelähmt, und wurde hier mehrfach operiert. Sieben Jahre lebte er in der Nähe von Hamburg in einer Pflegefamilie, verlernte sein Vietnamesisch und fühlte sich schließlich hier zu Hause. Doch mit elf Jahren, in der Endphase des Vietnamkrieges, musste er wieder zurück nach Vietnam. 11 Jahre alt, im Rollstuhl. An Vietnam konnte er sich nicht mehr erinnern. Was macht er heute? Lebt er noch? Lesen Sie mehr unter "Dies und das".

 

03.06.2009

Heute erfuhr ich von einer Diskussionsveranstaltung zum Thema "Männer und Engagement", die am 10. Juni um 19 Uhr im KörberForum (Hamburg) stattfindet.

Männer engagieren sich im Sportverein oder bei der Freiwilligen Feuerwehr, Frauen in der KITA oder im Seniorenheim, so lautet das Klischee, die Statistik bestätigt es.

Wie können soziale Projekte mehr Männer für ihre Arbeit gewinnen? Leistet ein Fußballverein nicht auch soziale Arbeit? Und wie kann man neue Formen der Zusammenarbeit finden?

Über diese Fragen diskutieren Willi Hink, als DFB-Direktor zuständig für die Bereiche Frauenfußball, Breitenfußball und Qualifizierung sowie Gesellschaftliche Verantwortung, Volker Baisch, Geschäftsführer von Väter e.V, und Gabriele Glandorf-Strotmann, Leiterin des Freiwilligen Zentrums Hamburg. Der freie Journalist und Soziologe Burkhard Plemper moderiert.

Eine Anmeldung ist erforderlich, der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen:
www.koerberforum.de

 

09.05.2009

Heute Nachmittag fand ein großes Dankeschön-Kaffeetrinken in Lüneburg statt. Fast 100 Ehrenamtliche waren dabei, als ich von unterschiedlichen Erfahrungen mit der "Lust auf Menschlichkeit" erzählte und meine Frau Angelika einige neue Lieder dazu sang. Manchmal tut es ganz gut, wenn jemand Danke sagt. Und es ist gut zu wissen, dass es überall im Land Menschen gibt, die sich ebenfalls für andere engagieren.

 

14.04.2009

Heute war ich in Stollberg (bei Chemnitz) mit dem Thema "Lust auf Menschlichkeit". Die Buchhandlung hatte zum Start der dortigen 350-Jahrfeier in die Kirche geladen, und die war fast bis zum letzten Platz gefüllt. Und wie ich anschließend feststellen konnte: Viele der Besucher sind selbst ehrenamtlich engagiert.
Weitere Informationen:
www.buchladen-lindner.de

 

21.02.2009

Seit heute Morgen gibt es das neue Buch "Freiwillig - 100 Möglichkeiten, Gutes zu tun" auch in der Lüneburger Buchhandlung Perl. Ein ganzes Schaufenster voll mit "Freiwillig" und der Hinweis auf die Buchvorstellung am 24.2. um 20 Uhr.

Heute Nachmittag bekam ich einen Anruf. Von dem Lüneburger Verkäufer des Obdachlosenmagazins "Hinz und Kunzt". Längst ist er ein Lüneburger Original, bei allen beliebt und seit einiger Zeit hat er auch eine kleine Wohnung. Er hat sich am Morgen sofort das neue Buch gekauft und darin gelesen. Begeistert wünschte er mir am 24. eine gute Veranstaltung und fügte hinzu: "Jeder, der das Buch an dem Abend kauft, bekommt am Freitag die neue, druckfrische Ausgabe des Magazins "Hinz und Kunzt" bei mir kostenlos.

Nicht immer, aber doch oft sind die "unten" die mit einem großen Herz. Für mich sind sie ganz "oben".

 

02.02.2009

In dieser Woche erscheint der neue Titel "Freiwillig - 100 Möglichkeiten, Gutes zu tun". Ich werde beim Johannis-Verlag in Lahr die ersten Exemplare in Empfang nehmen. Viele freuen sich bereits auf dieses Buch. Es ist in jeder Buchhandlung erhältlich oder direkt bei der Edition Hasenburg.

 

18.01.2009

Das Interesse an ehrenamtlicher Tätigkeit wächst weiter. Auf der Freiwilligenbörse heute in Hamburg kamen über 6000 Besucher, um sich über ein freiwilliges Engagement zu informieren.

 

02.01.2009

Ein aufregendes Jahr liegt hinter mir. Viele Veranstaltungen, Vorträge und Interviews. Besonders gern denke ich an ein Weihnachtskonzert mit meiner Frau Angelika Haak zurück. Es fand statt im Glockenhaus in Lüneburg. Veranstalter war das Sozialkaufhaus Zeughaus. Die meisten Besucher zahlten 2 Euro für ein opulentes Buffet, und  das tolle Weihnachtskonzert war sozusagen Zugabe. Unglaublich: Viele der Besucher erlebten zum ersten Mal in ihrem Leben ein Konzert!!!

 

12.12.2008

Heute geschah ein kleines Weihnachtswunder. Lesen Sie die ganze Geschichte unter "Dies und Das" vom 12.12.2008!

 

20.10.2008

Heute starb die beliebteste Frau Frankreichs, Schwester Emmanuelle, in ihrem 100. Lebensjahr. Als sie bereits über 60 war, entschied sie sich, bei den Müllmenschen in Kairo (Ägypten) zu leben, bei denen, die bis dahin nichts hatten als den Abfall der Stadt.

Sie sammelte Geld, baute Schulen und Kindergärten und schenkte den Menschen wieder eine Zukunft. Noch in den vergangenen Wochen wandte sie sich in einem Aufruf an die Jugend der  Welt. (siehe "Dies und das", 12. September 2007)

 

09.10.2008

Heute habe ich Frau A. kennen gelernt. Sie ist fast blind, kann nur noch hell und dunkel unterscheiden. Stolz führte sie mir ein Gerät vor, mit dem sie ganze Bücher anhören kann. Sie selbst spricht von "lesen". Der Blindenverein schickt ihr besprochene CD's, die teilweise 30 Stunden Laufzeit haben, fast 1000 Seiten Buch zum Anhören. Welch Glück für eine Frau, die vielfältig kulturell interessiert ist!

Und was ist mit den aktuellen Nachrichten ihrer Heimatstadt? Sie hat niemanden, der ihr die Tageszeitung vorliest. Oder doch? Schauen Sie nach unter der Rubrik "Projekte" vom heutigen Tag.

 

 

 

 

 

 

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